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Es steht die Frauen-Fußball-WM im eigenen Land an und schon jetzt ist die Vorfreude riesig. Endlich soll sich das Sommermärchen erfüllen. Dafür könnte eine starke und stabile deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft sorgen – schließlich wurde sie bereits zwei Mal Weltmeister. Mit zum Kader der 21 Spielerinnen, die bei der WM antreten, gehört Lena Goeßling. Unsere „Vision Gold“-Reporter haben die 25-jährige Verteidigerin bei ihrem Bundesliga-Verein in Bad Neuenahr besucht.

Außerdem bei Vision Gold: Rollstuhlrugby, der härteste Rollstuhl-Sport der Welt. „The Rebels“ Karlsruhe sind die erfolgreichste deutsche Vereins-Mannschaft. In ihrem Champions League-Endspiel gegen das belgische Nationalteam teilen alle so richtig aus. Wie sich die Frauen-Nationalmannschaft auf die WM im eigenen Land vorbereitet und warum Rollstuhlrugby auch „Mörderball“ heißt – das erfahren Sie bei Vision Gold.

 

Britta Heidemann

Lena Goeßling - ein echtes Allroundtalent

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Silke Rottenberg - als Expertin bei der WM dabei

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Rollstuhlrugby: Hart aber fair!


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  Sebastian Coe Rollstuhlrugby: Hart aber fair!
Basketball, die sogenannte „körperlose“ Sportart, ist bei Behindertensportlern genauso beliebt wie Rugby, auch wenn man Rugby assoziiert mit Härte, viel Muskelmasse, zahlreichen Bodychecks sowie den daraus zumeist resultierenden Blutergüssen, Cuts oder gar schlimmere Verletzungen. Das Rollstuhlrugby zeichnet sich gerade durch seine punktuelle, dosierte Härte aus. Ganz nach dem Motto: Hart aber fair. Der Körper des Gegenspielers darf erst gar nicht berührt werden. Dafür haben die Spieler einen speziellen Rugbyrollstuhl, mit dem sie ihre Gegner frontal oder seitlich von vorne aus dem Tritt bringen. Ziel im Rollstuhlrugby (Dauer: vier Viertel à acht Minuten aktive Spielzeit) ist es, den Spielball – ein spezieller Volleyball – hinter die gegnerische Torlinie zu bringen. Eine Mannschaft besteht aus vier Spielern. Spielberechtigt sind Menschen, die an mindestens drei Gliedmaßen Einschränkungen vorzuweisen haben. Entstanden ist Rollstuhlrugby 1978 in Kanada, damals unter dem Namen Murderball. Heute wird Rollstuhlrugby in über 20 Ländern praktiziert. Auch in Deutschland gibt es einen geregelten Ligabetrieb.Gerade in den letzten Jahren dominierten „The Rebels“ aus Karlsruhe das Geschehen fast nach Belieben. Schon fünfmal in Folge fand sich das Team aus Baden seit 2007 an der Spitze der internationalen Champions League wieder. Salih Köseoglu zählt zum Stammpersonal der „Rebels“. Der 31jährige leidet seit seiner Geburt an einer Dysmelie (Fehlbildung von Gliedmaßen). Trotz der Behinderung übt Köseoglu täglich seinen Beruf als technischer Zeichner aus, wohlgemerkt neben dem Rollstuhlrugby. Sein großes Ziel für 2012 ist es, mit der Nationalmannschaft an den Paralympischen Spielen in London teilzunehmen.

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  Steffi Nerius


Silke Rottenberg - als Expertin bei der WM dabei
Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland läuft. Für Silke Rottenberg kommt diese Heim-WM ein paar Jahre zu spät. Schon im Dezember 2008 war die heute 39jährige aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, ihre aktive Karriere zu beenden. Seit einem Kreuzbandriss, den sie im Januar 2007 während einer Trainingseinheit mit der Nationalmannschaft in Guangzhou (China) erlitten hatte, plagten Rottenberg ständig kleinere Wehwehchen. Am 29. Mai 2008 absolvierte die Rekordnationalspielerin schließlich ihr 126. und letztes Länderspiel (4:0 gg Wales). Trotz des abrupten Karriereendes blickt Rottenberg auf viele erfolgreiche Jahre zurück. Mit dem Fußball begonnen hat sie im Alter von vier Jahren, ihren ersten großen Erfolg verbuchte die heutige Torwarttrainerin der U-Nationalmannschaften 1991. Mit ihrem Team Grün-Weiß Brauweiler gelang Rottenberg im DFB-Pokalfinale ein 1:0 Sieg gegen den Erstligisten TSV Siegen. Bis heute gilt dieser Triumph als die größte Sensation in der Pokalgeschichte der Frauen. Insgesamt viermal gewann Rottenberg den DFB-Pokal.
Mit dem 1. FFC Frankfurt gewann die gelernte Zahnarzthelferin in der Saison 2007/2008 das „Triple“, bestehend aus Meistertitel, Pokalsieg sowie UEFA-Cup. Auch mit der Nationalmannschaft heimste Rottenberg eine Vielzahl an Titeln (3xEuropameister, 2xWeltmeister) ein. Nur Olympisches Gold blieb der Rheinländerin über all die Jahre verwehrt. Bei all den Erfolgen als Torfrau wird oft vergessen, dass die Fußballerin des Jahres 1998 bis zu ihrem 16. Lebensjahr als Feldspielerin aktiv war. Erst auf Anraten von Tina Theune-Meyer, damalige Auswahltrainerin Mittelrhein, wechselte sie die Position. Rückblickend genau die richtige Entscheidung! Bei der Weltmeisterschaft ist Silke Rottenberg als Expertin im ZDF zu sehen.

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  Lena Goeßling - ein echtes Allroundtalent
Endlich hat es geklappt. Nach den beiden großen Enttäuschungen vor den Olympischen Spielen 2008 und vor der Europameisterschaft 2009, wo Lena Goeßling kurz vor dem Ziel aus dem vorläufigen Kader der Frauen-Nationalmannschaft gestrichen wurde, zählt die 25jährige ausgerechnet 2011 bei der WM im eigenen Land zu den glücklichen Auserwählten. Am Tag der Kadernominierung (27. Mai) erhielt Lena – anders als 2009 – keinen Anruf. Die WM-Teilnahme war in trockenen Tüchern. Für Goeßling ist die Weltmeisterschaft 2011 das erste große Turnier mit der A-Nationalmannschaft. Erfolge gelangen ihr bisher nur mit den Juniorinnen. Hervorzuheben ist hierbei vor allem der U-19 WM Titel 2004. Auch auf Vereinsebene sucht man Titel vergebens. Immerhin gewann Goeßling mit den B-Juniorinnen des FC Gütersloh 2002 die Deutsche Meisterschaft. Die spärliche Trophäensammlung soll jedoch keineswegs die spielerischen Fähigkeiten der gebürtigen Löhnerin schmälern. Bei ihrem Verein SC Bad-Neuenahr 07 als Spielgestalterin im Mittelfeld seit 2006 aktiv, wird Goeßling in der Nationalmannschaft in der Vierer-Abwehrkette eingesetzt, ein echtes Allroundtalent. Nicht zuletzt die Eigenheiten der Mittelfeldposition sorgen dafür, dass Goeßling für ihren durchdachten Spielaufbau bekannt ist. Zu ihrem großen Vorbild zählt für sie der „moderne Innenverteidiger“ Mats Hummels (Borussia Dortmund). Ab der kommenden Saison spielt Goeßling beim VfL Wolfsburg. In der Autostadt will die 20fache Nationalspielerin den nächsten Karriereschritt vollziehen und endlich erste Titel gewinnen. Parallel zu ihrer Fußballkarriere hat Goeßling eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in Bad-Neuenahr absolviert. Seit 2008 ist sie in der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Somit kann sie sich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren.

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