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Zwei Sportler besuchen bereits ein Jahr vor den Olympischen Spielen die „heiligen Stätten“ von London 2012: die Moderne Fünfkämpferin Lena Schöneborn und der Leichtathlet Wojtek Czyz. Ein Jahr vor den Olympischen Spielen schnuppern wir Olympia-Luft und besuchen das Deutsche Haus, die Anlaufstelle für Sportler, Betreuer, Medien und Fans während der Spiele. Wojtek und Lena tauchen ein und gehen auf Sight-Seeing Tour quer durch London, Shopping darf da nicht fehlen.

Weg von der hippen Metropole – hinein in die Natur: Im Schwarzwald treffen die Vision Gold Reporter den Paracycler Klaus Lungershausen beim Elzach-Cup. Der Frankfurter befindet sich auch in diesem Jahr schon in den Vorbereitungen auf die Paralympics 2012. Es wäre seine vierten Spiele. Beim hitzigen Europacup will er Punkte für die Qualifikation sammeln.

 

Britta Heidemann

Lena Schöneborn - Mit Zauberei zum Erfolg

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Wojtek Czyz - Erfolgreicher Botschafter der Leichtathletik

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Klaus Lungershausen will Medaille bei den Paralympics 2012

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  Sebastian Coe Lungershausen will 2012 eine Medaille

Mit 43 Jahren zählt Klaus Lungershausen längst zu den Routiniers seines Faches. Seit mittlerweile über 25 Jahren betreibt der Bad Vilbener aktiv Radsport. Auch ein folgenschwerer Sturz bei einem Bundesligarennen 1995 im Harz – Lungershausen krachte auf regennasser Abfahrt in die Leitplanke, erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und einen offenen Oberschenkelbruch – änderte daran nichts. Wegen der daraus resultierenden halbseitigen Lähmung war ein langer Reha–Aufenthalt notwendig. Heute hat der gelernte Chemielaborant lediglich noch eine Restlähmung im linken Unterschenkel. Zum Behindertensport kam er durch eine Zeitungsannonce. Er sollte es nicht bereuen. Bei drei Paralympics (Sydney, Athen, Peking) gewann der zweifache Familienvater insgesamt drei Silbermedaillen, nur in Peking ging er leer aus. Daneben war er bei mehreren Welt- und Europameisterschaften in seiner Paradedisziplin Zeitfahren erfolgreich. Auch im Straßenrennen feierte er Triumphe. Seine bisher letzte Medaille holte Lungershausen bei der WM 2009 in Bogogno (Bronze im Einzelzeitfahren). Bei den Paralympics in London 2012 will er es nochmal wissen, ein letztes Mal das Podest erklimmen, die paralympischen Emotionen verspüren, so wie damals in Sydney. Zu wünschen ist es ihm.

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  Steffi Nerius


Erfolgreicher Botschafter der Leichtathletik

Wojtek Czyz erlebte am 24.9.2001 die Horrorvision eines jeden ambitionierten Sportlers: Bei einer Operation wurde ihm der linke Unterschenkel amputiert, nachdem der damals 21jährige Fußballspieler bei einem Foulspiel schwer verletzt wurde. Die Diagnose lautete: kompletter Bandapparat im Knie durchtrennt, beide Menisken gerissen. Knieabwärts wurde das linke Bein nicht mehr durchblutet – ein so genanntes Kompartmentsyndrom. Für den Sportfanatiker aus der Pfalz zerplatzte ein Traum, hatte er doch eine Karriere als Profifußballer vor Augen und schon einen Vorvertrag mit dem damaligen Regionalligisten Fortuna Köln unterzeichnet. Während des Aufenthalts in einer Rehaklinik bei Augsburg hatte der heutige Sportstudent eine prägende Begegnung. Roberto Simonazzi, seinerseits zweimaliger Medaillengewinner bei Paralympischen Spielen und Therapeut in der dortigen Klinik, motivierte den geknickten Kaiserslauterer mit Videoaufzeichnungen von Paralympischen Leichtathletikwettbewerben. Bereits ein halbes Jahr später startete der Deutsche mit polnischen Wurzeln das Leichtathletiktraining. Mit Hilfe seiner hochmodernen Sportprothese pulverisierte er noch im Frühjahr 2002 die Deutschen Rekorde über 100m und im Weitsprung. Für reges Aufsehen sorgte schließlich sein Auftritt bei den Paralympics 2004 in Athen. Mit drei Goldmedaillen (100m, 200m, Weitsprung) im Gepäck kehrte der Vorzeigeathlet aus der griechischen Millionenmetropole zurück. Sogar in Peking 2008 klappte es mit Platz 1 im Weitsprung und neuem WR, obwohl diesem Erfolg viele Verletzungen vorausgegangen waren. Seitdem zählt Czyz zu den erfolgreichsten Botschaftern der Leichtathletik.

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  Lena Schöneborn - Mit Zauberei zum Erfolg

Bei den Olympischen Spielen vor drei Jahren in Peking ging ihr Stern auf. Mit der überraschenden Goldmedaille im Modernen Fünfkampf war Lena Schöneborn am Sportolymp angekommen. Die gebürtige Troisdorferin stieß spät auf den Modernen Fünfkampf. Weil die heimische Schwimmhalle gesperrt war, musste die Leistungsgruppe vorübergehend nach Bonn ausweichen. Dort wurde Schöneborn im Jahr 2000 von Fünfkampftrainer Kersten Palmer entdeckt und fortan gefördert. Bereits 2004 gewann sie ihre erste Deutsche Meisterschaft. Ein Jahr später konnte sie mit der Goldmedaille bei den Juniorenweltmeisterschaften in Moskau aufwarten. Neben dem Olympiasieg zählt der zweite Platz bei der Heim-WM 2007 in Berlin zu ihren größten Erfolgen. Nach einem absolvierten Bachelorstudium in Business Administration studiert die Wahl-Berlinerin seit Oktober 2010 International Marketing Management (Master). Im Zuge eines Wettkampfes hat die 25jährige ganz besondere Rituale: Das Lackieren der Fingernägel mit stets verschiedenen Länderflaggen gehört genauso dazu wie der Verzehr von magenfreundlichem Babybrei, der ihr oftmals den siegbringenden Kick verleiht. Besonders gut klappte dies beim Weltcup-Finale Anfang Juli in London. Mit einem Sieg beim Olympiatest sicherte sich Schöneborn das Olympia-Ticket.

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