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Noch vor einem Jahr stand David Storl im Schatten der deutschen Kugelstoß-Ikone Ralf Bartels.

Zum damaligen Zeitpunkt war nicht absehbar, wie die Saison 2011 das Kräfteverhältnis im deutschen Kugelstoßteam verändern sollte. Es folgten überzeugende Wettkämpfe und der WM-Triumph von Daegu. In der Februarausgabe von Vision Gold begleiten unsere Reporter „Storli“ ins Trainingslager nach Kienbaum sowie bei einem Wettkampf in Chemnitz.

Außerdem bei Vision Gold: Goalball. Am paralympischen Trainingsstützpunkt in Marburg geben die deutschen Goalballer einen Einblick in diese weitestgehend noch unbekannte, aber sehr interessante Sportart.

 

 

 

 

 

Britta Heidemann

Als amtierender Weltmeister ins Olympiajahr 2012

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Goalball - die etwas andere Sportart


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  Sebastian Coe Mario Hochberg will es zum vierten Mal wissen

In seiner Heimat Thüringen ist Mario Hochberg auch bei den nicht behinderten Sportlern ein hoch geschätzter Konkurrent. Hochberg ist seit einem Arbeitsunfall im Jahr 1995 querschnittsgelähmt und startet für gewöhnlich im Behindertenwettbewerb. Die Landesmeisterschaften der Aktiven in Thüringen zählen dennoch zu den Standardwettbewerben im Rahmenterminkalender des 41jährigen, nicht zuletzt wegen seiner Seriensiege in den Jahren 2000-2005 sowie 2007-2009. Schon vor seinem schicksalsträchtigen Unfall übte Hochberg Gewichtheben aus, so dass ihm der Wiedereinstieg 1997 nicht schwer fiel. Nach seiner Rückkehr mischte er – neben den nationalen Meisterschaften – vor allem bei kontinentalen Meisterschaften zumeist ganz vorne mit. Sein größter Erfolg ist der Europameistertitel in Piestany (Slowakei) 2003. Erst seit März 2011 – eine langwierige Ellenbogenverletzung setzte Hochberg knapp acht Monate außer Gefecht – verfolgt der Gothaer intensiv das Ziel, im bevorstehenden Sommer zum vierten Mal an den Paralympischen Spielen teilzunehmen. Nach Platz 11 bei seiner Premiere in Sydney 2000 sowie einem beachtlichen fünften Platz vor vier Jahren in Peking, will es der Familienvater nochmal wissen, in London 2012.

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Goalball - Die etwas andere Sportart

Nur drei Feldspieler pro Mannschaft, zwei Tore, zahlreiche aufgeklebte Linien auf dem volleyballähnlichen Spielfeld und ein ständiger Wechsel von Angriff und Verteidigung. So in etwa lässt sich die exotische Sportart Goalball in wenigen Worten beschreiben. Reno Tiede spielt seit seinem 13. Lebensjahr Goalball. Wegen einer Augenkrankheit verfügt der 21jährige heute nur noch über eine Sehfähigkeit von lediglich zwei Prozent. Nichtsdestotrotz muss Tiede wie jeder andere Spieler auch während des Spielens eine lichtundurchlässige Brille tragen – für Chancengleichheit ist also gesorgt. Ohne Augenlicht kommt der akustischen Wahrnehmungsfähigkeit gepaart mit perfekter Kommunikation eine essentielle Bedeutung zu. Neben den aufgeklebten Linien sorgt eine im Spielgerät integrierte Klingel für eine bessere Orientierung. Seit 2011 ist die Blindenstudienanstalt in Marburg paralympischer Trainingsstützpunkt der Goalballer. Die Qualifikation für die bevorstehenden Paralympics in London blieb dem deutschen Team verwehrt, 2016 am Zuckerhut wollen die Mannen um Reno Tiede dann in jedem Fall an den Paralympischen Spielen teilnehmen und bestenfalls um Edelmetall kämpfen.

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  Als amtierender Weltmeister ins Olympiajahr 2012

Für David Storl war das Jahr 2011 als ein weiteres Zwischenjahr auf dem Weg in die Weltspitze vorgesehen – doch alles kam anders. Spätestens seit dem Sensationscoup von Daegu 2011, wo der erst 21jährige die komplette Weltelite des Kugelstoßens düpierte und mit neuer persönlicher Bestleistung (21,78 Meter) jüngster Kugelstoß-Weltmeister der Geschichte wurde, steht „Storli“ im Mittelpunkt des Interesses. Als Jahrhunderttalent gilt der 1,97 Meter große Chemnitzer schon lange, dass der Aufstieg allerdings derartig schnell gelingt, ist bemerkenswert. Nach zahlreichen Titeln im Jugend und Juniorenbereich – U18-Weltmeister 2007, Juniorenweltmeister 2008, Junioreneuropameister 2009 – sowie Achtungserfolgen im Erwachsenenbereich – Platz 5 bei der EM 2010 – gewinnt der gebürtige Rochlitzer 2011 zunächst die Silbermedaille bei der Hallen EM in Paris. Außerdem glänzt er bei der Team-EM in Göteborg mit seinem ersten Stoß über 21 Meter. 2012 setzt der einstige Mehrkämpfer alles daran, die Vorjahresleistungen bei der Hallen-WM in Istanbul und den Olympischen Spielen in London zu bestätigen. Mit einer neuen Hallenbestmarke (21,24m) ist der Start ins Olympiajahr geglückt. Gelingt dem „Bengel mit dem Bums“ an der Themse ein Podestplatz, ist ihm ein Platz in der Riege deutscher Sportheroen gewiss.

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