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In der letzten Sendung vor den Olympischen Sommerspielen 2012 stehen verschiedene Kampfsportarten im Blickpunkt. Ex-Schwimmer und Bronze-Medaillen-Gewinner von Atlanta 1996 mit der 4x200m Freistil-Staffel Christian Keller besucht zusammen mit unseren Reportern die Taekwondo-Kämpferin Helena Fromm, Judoka Andreas Tölzer sowie Fechter Peter Joppich. Alle drei eint ein Ziel: Die Sehnsucht nach einer olympischen Medaille.

Außerdem bei Vision-Gold: Vanessa Low und Markus Rehm. Die zwei Leichtathleten vom TSV Bayer 04 Leverkusen haben den Behindertensport in den letzten Jahren geprägt. Im 100m-Sprint und im Weitsprung kämpfen die beiden um paralympische Ehren.

 



Harte Arbeit zahlt sich aus


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Ein Leben für den Judosport


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Gemeinsam auf das paralympische Siegertreppchen

Vanessa Low und Markus Rehm eint ein großes Ziel in ihrem Leben: Beide setzen alles daran, bei den Paralympischen Spielen eine Medaille zu gewinnen – eine realistische Zielsetzung, betrachtet man die Leistungen vergangener Wettkämpfe. Vanessa Low gewann bei der Leichtathletik WM der Behindertensportler 2011 im neuseeländischen Christchurch eine Bronzemedaille über 100 Meter und sprang 2012 bereits 4,21m weit – ein inoffizieller Weltrekord. Low trägt Prothesen an beiden Beinen. Infolge eines schweren Unfalls verlor sie vor sechs Jahren beide Unterschenkel und lag acht Wochen im Koma. Ihr Freund Markus Rehm hatte mit einem ähnlichen Schicksal zu kämpfen. Der heute 23jährige betreibt seit einem Wakeboardunfall, der zur Amputation des rechten Unterschenkels führte, Leichtathletik auf Weltklasse-Niveau. Der dreimalige Deutsche Meister im Weitsprung (2010-2012) gewann bei der Behinderten WM 2009 in Bangalore (Indien) seine erste Goldmedaille in dieser Disziplin. Zwei Jahre später folgte in Christchurch die nächste. Dabei pulverisierte er mit seinem Sprung über 7,09m den Weltrekord – ein weiterer sportlicher Meilenstein. Auch im 100m Sprint ist Rehm äußerst begabt und feierte Erfolge. Zusammen zu einer paralympischen Medaille springen; ein Traum, der in knapp einem Monat Realität werde könnte.

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  Warten auf eine olympische Medaille

Als sich Peter Joppich bei der Fecht-EM in Legnano im Halbfinale des Mannschaftswettbewerbes gegen Frankreich das Knie verdrehte, war die Olympia-Teilnahme kurzzeitig in Gefahr. Der Florettfechter hatte Glück im Unglück: Bis auf Flüssigkeitsablagerungen im Knie sind keine schwerwiegenderen Verletzungen festgestellt worden. Ganz nach dem Motto: Aller guten Dinge sind drei setzt der 29jährige in London alles daran, nach Platz sechs in Athen und Platz fünf in Peking endlich eine Einzelmedaille zu gewinnen. Auf internationaler Ebene ist er seit Jahren kein unbeschriebenes Blatt mehr. Neben zahlreichen Mannschaftsmedaillen bei Welt– und Europameisterschaften gesellen sich vier Weltmeistertitel im Einzel (2003, 2006, 2007, 2010). Ebenfalls viermal triumphierte Joppich bei Deutschen Meisterschaften. Fernab des Sports studiert der gebürtige Koblenzer in seiner Heimatstadt BWL, um für die Zeit nach der aktiven Karriere gewappnet zu sein. Erste Berührungen mit der Sportart Fechten hatte Peter Joppich im Alter von fünf Jahren. 1988 verfolgte er die olympischen Fechtwettkämpfe in Seoul live vor dem Röhrenfernseher und entschloss sich, selbst Fechter zu werden. Eine weise Entscheidung, die er nun, 24 Jahre nach diesem Schlüsselerlebnis, vergolden könnte.

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Ein Leben für den Judosport

143 Kilogramm verteilt auf 1,92 Meter Körpergröße. Mit diesen Maßen wird gemeinhin ein adipöser Mann in Verbindung gebracht, in Wahrheit treffen sie aber auf Andreas Tölzer zu. Der Judoka baute in den Jahren nach seinem EM-Titel 2006 konstant Muskelmasse auf und verringerte seinen Körperfettanteil gar von 17 auf 16 Prozent – von wahllosem Mästen kann also nicht die Rede sein. Andreas Tölzer geht in seine dritten Olympischen Spiele. Bei den vorangegangenen Teilnahmen blieb der 32jährige mit Platz sieben (2004) und Platz neun (2008) hinter seinen Erwartungen zurück. Ein Podestplatz in London würde für einiges entschädigen. Die Chancen stehen gut. Als Zweiter der Setzliste geht er den vermeintlich stärkeren Gegnern zunächst aus dem Weg. Angst braucht Tölzer allerdings vor keinem Widersacher zu haben. Mit zwei WM-Silbermedaillen (2010, 2011) und einem Sieg beim prestigeträchtigen Judo Grand Prix in Düsseldorf zu Beginn des Olympiajahres hat sich der gebürtige Mönchengladbacher die Favoritenrolle verdient. Ob der Berufssoldat der Sportfördergruppe die hohen Erwartungen erfüllen kann, wird sich am 3. August zeigen.

 

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  Harte Arbeit zahlt sich aus

Es sind martialische Geräusche, die während einer Taekwondo-Trainingseinheit zu hören sind. Was für einen Laien beängstigend wirken mag, ist für Helena Fromm zur Routine geworden. Die 24jährige bereitet sich dieser Tage akribisch auf ihre zweiten Olympischen Spiele vor. Schon 2008 duellierte sich Fromm mit der internationalen Elite. Für eine Medaille reichte es in Peking nicht, ihre Erfolgskartei kann sich trotzdem sehen lassen: Siebenmal in Folge Deutsche Meisterin (Klasse: -67kg), zweimal Bronze bei Weltmeisterschaften sowie einen kompletten Medaillensatz bei Europameisterschaften. Bei all den Erfolgen blieb die gebürtige Oeventroperin nicht vor verletzungsbedingten Rückschlägen verschont. 2005 riss sie sich das linke vordere Kreuzband. Zwei Jahre später folgte gar ein zweiter Kreuzbandriss – dieses Mal im rechten Knie. Trotz dieser Tragik während der unmittelbaren Olympia-Vorbereitung malochte Fromm tagein tagaus im Rehazentrum und erfüllte sich mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 ihren großen Traum. Ende 2011 warf sie ein Meniskusriss erneut zurück, die Qualifikation für London meisterte Fromm dennoch. An der Themse will sich die Sportsoldatin nun ihren Traum von einer Medaille erfüllen und den Ertrag für ihre harte Arbeit ernten.

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