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Konzentration, Schnelligkeit und ein gutes Auge – das sind die wichtigsten Attribute beim Tischtennis. Timo Boll gehört zu den besten Spielern der Welt: Seit zehn Jahren ist er in der Weltrangliste beständig unter den besten sechs zu finden. In China ist er ein Idol, dort ist Tischtennis Volkssport, vergleichbar bei uns nur mit Fußball. Neben Timo Boll stellt Vision Gold seine Mannschaftskollegen Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß vor – auch sie beherrschen den Sport mit dem kleinen Ball aus dem FF – kein Wunder also, dass sie zu Europas Top-Spielern gehören. Außerdem bei Vision Gold: Behindertenleichtathletik. Wojtek Czyz bereitet sich in Donaustauf in der Nähe von Regensburg auf die kommende Freiluftsaison vor. Er hat bereits vier Titel bei den Paralympics 2004 und 2008 gewonnen, in letzter Zeit wurde er aber immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Wie sich das deutsche Tischtennisteam auf die WM in Rotterdam im Mai vorbereitet und was sich Wojtek Czyz für die Paralympics in London 2012 vornimmt, das sehen Sie in der aktuellen Ausgabe von Vision Gold.
Britta Heidemann

Timo Boll, ein bescheidenes Jahrhunderttalent

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Steffi Nerius

DTTB-Team seit Jahren erfolgreiche Konstante

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Sebastian Coe

Erfolgreicher Botschafter der Leichtathletik

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  Sebastian Coe Erfolgreicher Botschafter der Leichtathletik
Wojtek Czyz erlebte am 24.9.2001 die Horrorvision eines jeden ambitionierten Sportlers: Bei einer Operation wurde ihm der linke Unterschenkel amputiert, nachdem der damals 21jährige Fußballspieler bei einem Foulspiel schwer verletzt wurde. Die Diagnose lautete: kompletter Bandapparat im Knie durchtrennt, beide Menisken gerissen. Knieabwärts wurde das linke Bein nicht mehr durchblutet – ein so genanntes Kompartmentsyndrom. Für den Sportfanatiker aus der Pfalz zerplatzte ein Traum, hatte er doch eine Karriere als Profifußballer vor Augen und schon einen Vorvertrag mit dem damaligen Regionalligisten Fortuna Köln unterzeichnet. Während des Aufenthalts in einer Rehaklinik bei Augsburg hatte der heutige Sportstudent eine prägende Begegnung. Roberto Simonazzi, seinerseits zweimaliger Medaillengewinner bei Paralympischen Spielen und Therapeut in der dortigen Klinik, motivierte den geknickten Kaiserslauterer mit Videoaufzeichnungen von Paralympischen Leichtathletikwettbewerben. Bereits ein halbes Jahr später startete der Deutsche mit polnischen Wurzeln das Leichtathletiktraining. Mit Hilfe seiner hochmodernen Sportprothese pulverisierte er noch im Frühjahr 2002 die Deutschen Rekorde über 100m und im Weitsprung. Für reges Aufsehen sorgte schließlich sein Auftritt bei den Paralympics 2004 in Athen. Mit drei Goldmedaillen (100m, 200m, Weitsprung) im Gepäck kehrte der Vorzeigeathlet aus der griechischen Millionenmetropole zurück. Sogar in Peking 2008 klappte es mit Platz 1 im Weitsprung und neuem WR, obwohl diesem Erfolg viele Verletzungen vorausgegangen waren. Seitdem zählt Czyz zu den erfolgreichsten Botschaftern der Leichtathletik.

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  Steffi Nerius


DTTB-Team seit Jahren dominante Konstante
Nicht nur Timo Boll triumphierte in den zurückliegenden zehn Jahren bei internationalen Großveranstaltungen für den Deutschen-Tischtennis-Bund (DTTB), auch seine Teamkollegen überzeugten in beeindruckender Manier. Anders ist die seit 2007 anhaltende europäische Dominanz der Deutschen Tischtennis-Nationalmannschaft nicht zu erklären. Bei den Europameisterschaften 2010 beherrschte das DTTB-Team zum vierten Mal in Folge (2007,2008,2009,2010) ihre Gegner. Dass dabei der verletzungsbedingte Ausfall von Dimitrij Ovtcharov durch den Youngstar Patrick Baum ohne Probleme kompensiert werden konnte, unterstreicht das hohe Potential des Kaders. Im August 2010 löste Jörg Roßkopf seinen Vorgänger Richard Prause als Herren-Nationaltrainer ab. Das Aushängeschild vergangener Tage (1996 Olympia–Bronze im Einzel sowie 1992 –Silber im Doppel) assistierte Prause bereits seit 2008. Zum "Stammpersonal" zählen neben Boll Christian Süß und Dimitrij Ovtcharov. Ovtcharov, der 1992 aus der Ukraine nach Deutschland übersiedelte, steht heute bei dem russischen Verein Fakel Gazproma Orenburg unter Vertrag. Christian Süß spielt derzeit – wie Boll auch – bei Borussia Düsseldorf, dem deutschen Vorzeigeclub. Im Doppel errang der Deutsche Meister von 2010 mit Partner Timo Boll eine Vielzahl an Titeln. Die Silbermedaille bei der WM 2006 sowie die EM-Titel 2007-2010 sprechen für sich. Den größten Erfolg in junger Vergangenheit verbuchte die deutsche Riege zuletzt bei den Olympischen Spielen 2008. In Peking mussten sich Boll und Co lediglich im Finale den chinesischen Ausnahmetalenten geschlagen geben und gewannen Silber. Das Mannschaftsziel für London 2012 könnte deshalb lauten: Die Übermacht aus China vom Olympischen Thron zu stoßen. Möglich scheint dies für Boll und Co. auf alle Fälle.

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  Ein bescheidenes Jahrhunderttalent.
Der erfolgreichste deutsche Tischtennisspieler aller Zeiten ist er jetzt schon, zum vollendeten Glück fehlen dem hessischen Volkshelden mit einer WM-Einzelmedaille und einer Einzelmedaille bei Olympischen Spielen allerdings noch zwei durchaus wichtige Erfolge. Die Rede ist von Timo Boll, einem eher unscheinbaren, standhaften Profisportler aus dem Odenwald. Der am 8. März 1981 in Erbach geborene Boll versuchte sich als 4jähriger an der familieneigenen Tischtennisplatte und fand sofort Gefallen an der Sportart. Fortan trainierte ihn sein Vater, bis er 1986 dem TSV 1875 Höchst beitrat. Bereits im Alter von acht Jahren wird der hessische Stützpunkttrainer Helmut Hampl auf dieses „Jahrhunderttalent“ aufmerksam. Noch heute ist er Bolls Heimtrainer. Als 10jähriger besiegt der kleine Timo 15jährige, mit 15 Jahren debütiert Boll in der Bundesliga, nur zwei Jahre später triumphiert er erstmals bei Deutschen Meisterschaften. Derzeit steht Timo Boll bei der Düsseldorfer Borussia unter Vertrag. Neben unzähligen Triumphen wie dem Gewinn der Champions League, Pro-Tour Siegen, Mannschaftsmedaillen bei Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen 2008, gelingt es dem zweimaligen Weltranglistenersten (2003, Anfang 2011) bei der EM 2008 in St. Petersburg, alle Wettbewerbe (Einzel, Doppel, Mannschaft) zu vergolden. Fernab des aktiven Sports genießt der 30jährige seine freie Zeit meist zusammen mit seiner Ehefrau Rosalia und engagiert sich wie andere Größen des Sports vor allem für Organspende. Ferner wurde ihm 2008 das Silberne Lorbeerblatt verliehen. Das nächste Highlight steht unmittelbar bevor: Im Mai finden die Weltmeisterschaften in Rotterdam statt. Vielleicht klappt es im benachbarten Holland mit einer WM-Einzelmedaille, eine solche sucht man bisher vergebens in der Vitrine des Triumphs.

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